Wir wissen mittlerweile ziemlich sicher: Der Zyklus kann bei ADHS eine Rolle spielen. Wir wissen nur noch längst nicht gut genug, wie genau. Es betrifft aber nicht nur den Zyklus an sich, sondern natürlich auch die Pubertät und später die Menopause.

Besonders häufig wird von einer Verschlechterung in der zweiten Zyklushälfte bzw. vor der Menstruation berichtet. Auch was emotionale Symptome angeht.

Haben nicht alle aber doch einige.

Auch in meiner Praxis sehe ich sehr unterschiedliche Verläufe. Manche Patientinnen berichten vor der Periode die stärksten Veränderungen, andere beispielsweise rund um den Eisprung

Und genau diese Unterschiede sind wissenschaftlich bisher noch erstaunlich schlecht verstanden.

Eng, A. G., et al. (2025). ADHD and sex hormones in females: A systematic review.

Roberts, B., et al. (2026). Menstrual health and attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) symptoms: A scoping review.

Roberts, B., & Martel, M. M. (2023). ADHD and the menstrual cycle: Theory and evidence. Hormones and Behavior, 158, 105466.

Wynchank, D., de Jong, M., & Kooij, J. J. S. (2025). Practical tools for female-specific ADHD: The impact of hormonal fluctuations in clinical practice and from the literature. European Psychiatry.

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